Formen gürten den Geist
Shownotes
Text in dieser Folge: «Formen gürten den Geist und helfen dem Menschen, seiner Beliebigkeit und Zufälligkeit zu entkommen. Gewohnheiten befreien uns von der Zufälligkeit unserer Stimmungen und Wünsche.» (Fulbert Steffensky)
Fulbert Steffensky war Benediktiner-Mönch und ist später zum evangelischen Glauben konvertiert. Sein Zitat klingt vielleicht beim ersten Mal ein bisschen befremdlich, oder es schreckt sogar ab. «Den Geist gürten» das engt ein.
Viele Meditationsformen legen Wert auf klare äussere Formen – immer zur gleichen Zeit, immer in der gleichen Körperhaltung, immer die gleichen Worte, usw. Das schränkt auf den ersten Blick vielleicht ein, aber es entsteht dadurch eine grosse innere Freiheit. Deshalb werden in Klöstern die Tagzeitengebete streng eingehalten. Mehrmals am Tag und teilweise sogar in der Nacht wird immer zur gleichen Zeit mit den gleichen Worten gebetet. Unabhängig von der aktuellen Stimmung der Beteiligten.
Mira Weiss und Sebastian Steinbach haben die Tradition der Tagzeitengebete in ihrem Buch «Lebensliturgien» aufgenommen. Sie haben sie so gestaltet und formuliert, dass sie auch Menschen anspricht, die nicht im Kloster leben.
Link zum Buch: Lebensliturgien
In der geführten Meditation haben wir ein Gebet aus ihrem Buch ins Schweizerdeutsche übersetzt.
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«still.leben» ist ein Podcast von ERF Medien Schweiz in Zusammenarbeit mit netzkloster.ch.
Autor: «netz-abt» Simon Weinreich Sprecherin: Andrea Jost (andrea-jost.ch)
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