Formen gürten den Geist
Mira Weiss und Sebastian Steinbach haben die Tradition der Tagzeitengebete in ihrem Buch «Lebensliturgien» aufgenommen. Sie haben sie so gestaltet und formuliert, dass sie auch Menschen anspricht, die nicht im Kloster leben.
Wann hast du das letzte Mal nichts gemacht?
Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen wir gedanklich im «Autopilot-Modus»: Wir denken über die Vergangenheit nach oder planen die Zukunft. Wir sind beschäftigt und kaum im gegenwärtigen Moment präsent.
Mit still.leben gönnen wir dir eine Pause. Komm zur Ruhe, lass dich von einem kurzen Text in die Stille führen und sei für einen Moment einfach ganz da – achtsam und präsent.
Nach dem Motto dieser koptischen Weisheit:
Lass deinen Mund stille sein, dann spricht dein Herz.
Lass dein Herz stille sein, dann spricht Gott.
still.leben ist ein Podcast von ERF Medien Schweiz in Zusammenarbeit mit netzkloster.ch (ein Projekt der EMK Schweiz).
Das Netzkloster ist ein digitaler Raum für analoge Meditation & Achtsamkeit und ein lebendiges Netzwerk von Menschen, die in urbanen Lebensbedingungen den alten Weg der Kontemplation entdecken und integrieren wollen.
Mehr Infos: http://netzkloster.ch
Mira Weiss und Sebastian Steinbach haben die Tradition der Tagzeitengebete in ihrem Buch «Lebensliturgien» aufgenommen. Sie haben sie so gestaltet und formuliert, dass sie auch Menschen anspricht, die nicht im Kloster leben.
Die deutsche Theologin und Psychotherapeutin Antje Sabine Naegeli lebt in St. Gallen und hat dort eine eigene Praxis zu den Themen Hochsensibilität, Depression und Trauerbegleitung. Nebenbei arbeitet sie als Referentin und Buchautorin.
In der geführten Meditation nehmen wir diesen Gedanken auf, dass Gott im Bild eines Engels der eigenen Seele ganz nah ist. Wenn du möchtest, kannst du während der Meditation durch deine Wohnung spazieren oder die Folge einfach als Gedankenreise miterleben.
Der christliche Orden der Benediktinermönche hat eine lange Tradition. Der Gründer dieses Ordens war Benedikt von Nursia. Er lebte im 6. Jahrhundert in Italien. Auf Benedikt geht eine einfache meditative Praxis zurück, die sogenannte «lectio divina» – die «göttliche Lesung».
Diese Praxis besteht aus vier Schritten:
1. Lectio: Lies einen kurzen Bibeltext.
2. Meditatio: Wiederhole innerlich ein Wort oder einen Satz aus dem Text.
3. Oratio: Sprich in der Stille ein kurzes Gebet.
4. Contemplatio: Verweile still vor Gott.